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Durchmesserlinie - Chance für mehr ÖV nutzen

  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Für den notwendigen Ausbau der trinationalen S-Bahn in Basel braucht es Projekte, die in den nächsten 25 Jahren umgesetzt werden können. Für Verkehrspolitikerin Florence Brenzikofer ist deshalb die geplante Durchmesserlinie in Basel von zentraler Bedeutung.


Nationalrätin Florence Brenzikofer
Nationalrätin Florence Brenzikofer

Kurze Neubaustrecke mit grosser Wirkung: Florence Brenzikofer, Nationalrätin der Grünen aus dem Kanton Baselland, ist von der neuen Durchmesserlinie überzeugt. Mit der geplanten unterirdischen S-Bahn-Verbindung zwischen dem Badischen Bahnhof und dem Bahnhof SBB entfallen zeitraubende Wendemanöver in den beiden Bahnhöfen. Die Pendlerinnen und Pendler aus der Nordwestschweiz kommen so schneller an ihr Ziel, müssen weniger umsteigen und haben bessere Verbindungen in das benachbarte Ausland. Dies kommt auch jenen zugute, die von Südbaden, Riehen und aus dem Kleinbasel über den Rhein nach Grossbasel und den südlichen Teil der Agglomeration Basel reisen. Die Durchmesserlinie verhindere zudem, dass Basel zum Flaschenhals im nationalen und internationalen Verkehr werde, ist sie überzeugt.

 

Mit der Neubaustrecke bleibt Basel für den internationalen Verkehr gut erreichbar und das Zugangebot attraktiv. Profitieren wird auch der wichtige Güterverkehr auf der Schiene. Denn für den Fern- und Güterverkehr entsteht oberirdisch mehr Kapazität, wenn die S-Bahn unterirdisch durch die Durchmesserlinie verkehrt.

 

Brenzikofer ist als Präsidentin der IG öffentlicher Verkehr und des Tarifverbunds Nordwestschweiz eine zentrale Ansprechpartnerin, wenn es um den öffentlichen Verkehr in der Region Basel geht. Als Mitglied der Verkehrskommission im Nationalrat und Grünen-Politikerin ist es ihr Ziel, den Anteil des öffentlichen Verkehrs im Gesamtverkehr zu erhöhen. In der Region Basel nimmt die Zahl der Pendlerinnen und Pendler im öV zu. Das ist erfreulich, führt aber in Stosszeiten auch zu Problemen. Gezielte Investitionen in die Infrastruktur seien deshalb unerlässlich, so Brenzikofer. Die Durchmesserlinie sei hier von zentraler Bedeutung.  

 

Ja zum Durchmesser-Kredit

 

Damit die geschätzten Kosten von fünf bis sieben Milliarden Franken vom Bundesparlament bewilligt werden, ist ein Schulterschluss über die Parteigrenzen hinweg notwendig. Brenzikofer hat deshalb wenig Verständnis für ein Referendum der Basler Partei der Arbeit. Die PdA will damit verhindern, dass für die Stadtraumgestaltung rund um die geplante Durchmesserlinie kantonale Gelder verwendet werden. Der Entscheid im Grossen Rat sei sehr deutlich gegen das Referendum ausgefallen, sagt Brenzikofer. Sie ist deshalb zuversichtlich, dass es bei der Abstimmung im Juni scheitert und dem Kredit zugestimmt wird. Der öffentliche Verkehr ist in Basel stark überlastet. Die Baslerinnen und Basler profitieren deshalb vom besseren S-Bahnnetz mit der Durchmesserlinie für ihre tägliche Mobilität sehr direkt. Wird der Kredit abgelehnt, wird es schwierig, in Bern Mehrheiten für die Durchmesserlinie Basel zu finden.

 

Gleichzeitig plädiert die Grünen-Politikerin dafür, dass der Verkehr auf Stadtgebiet gesamtheitlicher gedacht wird, und auch das Tram einbezogen wird. «Basel ist eine Tram-Stadt. Dies wollen wir bei allem nicht vergessen», sagt Brenzikofer. Für sie wird es deshalb Zeit, Anpassungen an den Finanzierungstöpfen für den öffentlichen Verkehr zu prüfen. Eine stärkere Beteiligung des Bundes an den Agglomerationsprojekten hätte für sie grosses Potenzial.

 

 

 

 
 
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